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Offenes Buch mit Brille zum Thema Leben mit einer chronischen Erkrankung

Fahrtkosten zur Behandlung – auch bei eigener Anfahrt prüfen

Wer wegen einer chronischen Erkrankung regelmäßig zu Untersuchungen oder Behandlungen fahren muss, hat dadurch schnell zusätzliche Kosten. Unter bestimmten Voraussetzungen können gesetzliche Krankenkassen Fahrtkosten zu medizinisch notwendigen Behandlungen übernehmen.

Das kann nicht nur Krankenfahrten mit Taxi oder einem speziellen Fahrdienst betreffen. Auch Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem eigenen Auto können je nach persönlicher Situation und den geltenden Voraussetzungen berücksichtigt werden.

Besonders bei häufigen Fahrten – etwa zu regelmäßig notwendigen Behandlungen – lohnt es sich deshalb, bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen: Werden meine Fahrtkosten übernommen? Welche Voraussetzungen gelten für mich? Benötige ich vorher eine Genehmigung oder bestimmte Nachweise?

Viele denken bei Fahrtkosten zunächst nur an einen Krankentransport. Deshalb kann es sich lohnen, die eigene Situation einmal konkret prüfen zu lassen.

Weitere praktische Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit chronischer Erkrankung finden Sie in der Deutschland-Ausgabe von „Seitenwechsel“.

Leben mit chronischer Erkrankung:
Alltag, Unterstützung und neue Orientierung

Leben mit chronischer Erkrankung: Alltag, Unterstützung und neue Orientierung

Eine chronische Erkrankung verändert oft weit mehr als die Gesundheit. Plötzlich entstehen Fragen, mit denen man vorher kaum Berührung hatte: Wie bewältige ich meinen Alltag, wenn meine Kräfte nicht mehr reichen? Welche Unterstützung gibt es? Was passiert, wenn ich meinen Beruf nicht mehr wie bisher ausüben kann? Welche Hilfen und Möglichkeiten sollte ich überhaupt kennen?

Aus meiner eigenen Erfahrung mit Multipler Sklerose und meiner langjährigen Arbeit als Pflegefachkraft kenne ich beide Perspektiven. Ich beschreibe, wie ich mit Fatigue, verlorenen Fähigkeiten, schwierigen und manchmal absurden Situationen, Unverständnis und der Notwendigkeit, Hilfe anzunehmen, umgehe. Dabei geht es auch um Würde, Selbstbestimmung und darum, trotz großer Veränderungen den eigenen Weg zu finden.

Viele Schwierigkeiten beginnen dort, wo Betroffene gar nicht wissen, welche Unterstützungsmöglichkeiten vorhanden sind. Deshalb enthält die Deutschland-Ausgabe auch praktische Informationen zu Themen wie Schwerbehindertenausweis, Hilfsmitteln, Fahrtkosten, finanziellen Aspekten, Beruf und dem oft komplizierten Weg durch unterschiedliche Zuständigkeiten.

„Seitenwechsel“ verbindet persönliche Erfahrungen mit praktischer Orientierung für Menschen, die mit einer chronischen Erkrankung leben, und für Angehörige, die ihre Situation besser verstehen möchten.

Eine Diagnose verändert das Leben – aber sie definiert uns nicht.

Inhaltsangabe - Leben mit einer chronischen Erkrankung

1. Der Wendepunkt
Vom Profi zur Patientin — 3
Fatigue — 8
Diagnostik — 11
Fachkraft trifft auf Patientenakte — 14


2. Leben mit der Unsichtbarkeit
Die „Gute Besserung“-Falle — 17
Wenn Sprachkosmetik die Realität ersetzt — 20
Der Mythos vom Wegdenken — 24
Die optische Falle — 27
Die 1000 Gesichter — 29


3. Verstehen und Akzeptieren
Das Fazit hinter den Nummern — 35
Das externe Gedächtnis — 37
Wortfindungsstörungen — 39
Die Urinausscheidung – Das stille Tabu — 42
Die Stuhlausscheidung – Kontrollverlust — 46


4. Therapie und Hilfsmittel
Physiotherapie – Bewegung als Medizin — 53
Ergotherapie – die Alltagswerkstatt — 57
Die Illusion der freien Hand — 63
Sichtbare Hilfsmittel — 68

5. Die bürokratische Hürde
Der bürokratische Dschungel — 77
Der Abschied vom Berufsleben — 80
Finanzielle Aspekte — 84
Vom Krankenhaus in den Pflegealltag — 90
Der Schwerbehindertenausweis — 99
Parkausweis — 105
Fahrtkostenabrechnung — 109
Kompass — 115
Die Salami-Reform — 122
Hilfe finden im System der Zuständigkeiten — 130


6. Seele und Soziales
Der innere Garten — 139
Die neue Wartenummer — 142
Wenn die MS nicht das größte Problem ist — 144
Vom Ende der Kraft — 146
Das Sieb der Freundschaft — 149
Ebbe im Kopf — 152
Da, wo wir sind, ist oben — 154

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